Satzung

Netzwerk Archive Linden-Limmer e.V.

Satzung in der aktuellen Fassung vom 24.8.2018

 § 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1) Der Verein führt den Namen „Netzwerk Archive Linden-Limmer e.V.“.

(2) Er hat seinen Sitz in Hannover und ist beim Amtsgericht Hannover in das Vereinsregister einzutragen.

(3) Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

 

§ 2 Zweck des Vereins

(1) Zweck des Vereins ist die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde im Sinne des § 52 der Abgabenordnung.

(2) Zu diesem Zweck verfolgt der Verein vorrangig folgende Aufgaben:

– Der Verein wird aktiv auf der Ebene des Stadtbezirks Linden-Limmer der Landeshauptstadt Hannover und seiner historischen Vorläufer. Im Netzwerk Archive Linden-Limmer e.V. schließen sich Initiativen und Institutionen aus Bildung, (Stadtteil-)Kultur, Sozialarbeit und Stadtentwicklung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammen.

– Der Verein trägt Informationen über die Geschichte Lindens und Limmers und über Visionen, Ideen und Planungen für künftige Entwicklungen des Stadtbezirks zusammen, macht sie der Öffentlichkeit in geeigneter Form zugänglich und unterstützt ihre Auswertung.

– Zentrales Projekt des Vereins ist die Erstellung und das Betreiben einer Internet-Plattform mit dem Titel Digitales Stadtteilarchiv Linden-Limmer.

– Die Veröffentlichung von Dokumenten und Materialien erfolgt in der Regel über das Digitale Stadtteilarchiv Linden-Limmer. Der Verein hat das Ziel, Dokumente und Materialien zur Stadtteilgeschichte auch in anderer Form (Broschüren, Bücher, Filme, Ausstellungen) für die öffentliche Nutzung aufzubereiten.

– Die Mitarbeit am Digitalen Stadtteilarchiv Linden-Limmer ist ehrenamtlich. Die Nutzung des Digitalen Stadtteilarchivs Linden-Limmer ist für die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei.

– Das Digitale Stadtteilarchiv Linden-Limmer bietet Bürgerinnen und Bürger eine kostenfreie Plattform, um sich mit der Veröffentlichung von eigenen Dokumenten und Materialien zu beteiligen. Die vom Verein Netzwerk Archive Linden-Limmer und vom Redaktionsbeirat (§ 10) vorgegebenen Regeln sind einzuhalten.

– Im Rahmen der räumlichen und personellen Möglichkeiten übernimmt und sichert der Verein Nachlässe, Sammlungen, Einzelstücke etc. zum Erhalt für die Nachwelt.

– Der Verein strebt an, Sammlungsbestände zur Stadtteilgeschichte Lindens und Limmers auch in nicht digitalisierter Form in Räumlichkeiten für die öffentliche Nutzung vorzuhalten. Damit soll auch eine Möglichkeit geschaffen werden, Nachlässe und Sammlungen zu erhalten.

– Der Verein organisiert einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch zu Themen der Stadtteilgeschichte Linden-Limmers. Termine und Orte werden zu Jahresbeginn auf der Website veröffentlicht. Diese Gesprächsrunden sind öffentlich.

–  Der Verein unterstützt im Rahmen der personellen und finanziellen Möglichkeiten Initiativen im Stadtteil bei der Durchführung von Zeitzeugeninterviews, Erzählcafés, Vorträgen, schulischen Projektwochen, Stadtteilrundgängen, Ausstellungen und ähnlichen Aktivitäten. Gleiches gilt für die Unterstützung wissenschaftlicher Forschungen etwa zu Themen der Stadtteil- und Alltagsgeschichte. 

– Der Verein ergänzt auf der Ebene des Stadtbezirks die einschlägigen Institutionen der Stadt Hannover wie das Stadtarchiv, das Historische Museum und die Stadtbücherei.

– Der Verein arbeitet mit Institutionen, Vereinen und Netzwerken mit vergleichbaren Zielen in anderen Regionen innerhalb und außerhalb Hannovers zusammen.

(3) Die Dokumente und Materialien, die über den Verein Netzwerk Archive Linden-Limmer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, verbleiben im Eigentum derjenigen, die sie einbringen, es sei denn, es erfolgt eine ausdrückliche Schenkung. Die Dokumente und Materialien verbleiben in den dezentralen Sammlungen, es sei denn, es erfolgt eine andere Absprache.

 

§ 3 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verein verfolgt ohne konfessionelle oder parteipolitische Bindung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

(2) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(3) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Der Verein darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen. Die Möglichkeit, den Mitgliedern für ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit der Erfüllung des Vereinszwecks eine Aufwandsentschädigung zu zahlen, bleibt unberührt.

(4) Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens behalten.

 

§ 4 Mitgliedschaft

(1) Der Verein hat Mitglieder und Fördermitglieder.

(2) Mitglied des Vereins kann jede juristische oder natürliche Person werden, die die in der Satzung festgelegten Ziele anerkennt und fördert.

(3) Der Beitritt als Mitglied ist schriftlich zu erklären. Die Aufnahme bedarf der Zustimmung des Vorstandes. Sie wird auf der nächsten Mitgliederversammlung bestätigt.

(4) Neu aufgenommene Mitglieder sind stimmberechtigt, sobald ihre Mitgliedschaft durch die Mitgliederversammlung bestätigt worden ist.

(5) Fördermitglied kann jede juristische oder natürliche Person werden, die die in der Satzung festgelegten Ziele anerkennt und fördert.

(6) Fördermitglieder unterstützen den Verein durch regelmäßige finanzielle Zuwendungen oder Leistungen anderer Art.

(7) Fördermitglieder haben auf der Mitgliederversammlung Rederecht, aber kein Stimmrecht.

(8) Der Beitritt als Fördermitglied ist schriftlich zu erklären. Die Aufnahme bedarf der Zustimmung des Vorstandes. Sie wird auf der nächsten Mitgliederversammlung bestätigt.

 

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt:

– mit dem Tod eines Mitglieds;

– durch Austritt aufgrund einer schriftlichen Erklärung. Der Austritt ist dem Vorstand einen Monat vor dem Ende des Quartals schriftlich mitzuteilen;

– durch Ausschluss aus dem Verein gemäß § 5 Abs. 2 der Vereinssatzung;

– durch Auflösung des Mitgliedervereins.

(2) Der Ausschluss eines Mitglieds ist zulässig:

  1. a) wenn das Mitglied der Verpflichtung zur Beitragszahlung trotz zweimaliger Mahnung nicht nachkommt;
  1. b) wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwerwiegend verstoßen hat.

(3) Über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung.

 

§ 6 Mitgliedsbeiträge

(1) Die Mitgliedsbeiträge sind Jahresbeiträge.

(2) Die Höhe und Zahlungsweise der Mitgliedsbeiträge wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung festgelegt. Dieser Beschluss bedarf der Zustimmung der absoluten Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

 

§ 7 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

Zusätzlich wird ein Redaktionsrat für das Digitale Stadtteilarchiv Linden-Limmer gebildet.

 

§ 8 Die Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist das höchste Beschlussorgan des Vereins. Sie kann alle Angelegenheiten an sich ziehen. Sie beschließt insbesondere über Grundsätze der Ausgestaltung des Vereinszwecks, die Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer bzw. Kassenprüferinnen, die Entlastung des Vorstandes und der Kassenprüfer bzw. Kassenprüferinnen, Genehmigung des Haushaltsplanes, die Zusammensetzung des Redaktionsrats für das Digitale Stadtteilarchiv Linden-Limmer (§ 7 der Vereinssatzung), Änderungen der Satzung und Auflösung des Vereins.

(2) Die Mitgliederversammlung tagt mindestens einmal im Jahr.

(3) Die Mitgliederversammlung wird unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung mit einer Frist von zwei Wochen vom Vorstand schriftlich einberufen. Mitglieder können zusätzlich Anträge zur Tagesordnung bis eine Woche vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich einreichen. Die Mitgliederversammlung beschließt die endgültige Tagesordnung.

(4) Jedes Vereinsmitglied hat in der Mitgliederversammlung eine Stimme.

(5) Die Mitgliederversammlung ist, falls der Verein über mehr als 46 Mitglieder verfügt, beschlussfähig, wenn mindestens 15 % der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Liegt die Mitgliederzahl unter 46 Mitgliedern, gilt ein Quorum von mindestens sieben stimmberechtigten Mitgliedern für die Beschlussfähigkeit. Kommt keine beschlussfähige Mitgliederversammlung zustande, so wird sie erneut gemäß § 8 Abs. 3 der Vereinssatzung einberufen. Im Wiederholungsfall ist die Mitgliederversammlung unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.

(6) Es werden zwei Kassenprüferinnen bzw. Kassenprüfer von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt. Das Ergebnis der Kassenprüfung ist der Mitgliederversammlung jährlich mitzuteilen.

(7) Satzungsänderungen sowie die Auflösung des Vereins bedürfen einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Alle übrigen Beschlüsse werden, soweit in der Satzung nichts anderes bestimmt ist, mit einfacher Mehrheit gefasst. Redaktionelle Satzungsänderungen, soweit diese vom Gericht oder den Behörden auferlegt werden, können vom Vorstand vorgenommen werden.

(8) Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die insbesondere alle gefassten Beschlüsse enthält. Sie ist von einem Mitglied des Vorstandes und dem Versammlungsleiter zu unterzeichnen. Innerhalb von sechs Wochen ist eine Kopie allen Mitgliedern zu übersenden. Erfolgt bei der nächsten Mitgliederversammlung kein Einspruch, so gilt die Niederschrift als genehmigt.

(9) Außerordentliche Versammlungen sind in den in der Satzung genannten Fällen durch den Vorstand einzuberufen oder wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder schriftlich unter Angabe der Tagesordnung eine Versammlung verlangen.

 

§ 9 Der Vorstand

(1) Dem Vorstand obliegt die Führung der Geschäfte, die Einberufung von Mitgliederversammlungen und die Ausführung ihrer Beschlüsse sowie der Jahres- und Kassenbericht.

(2) Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus mindestens drei und höchstens fünf Mitgliedern. Jeweils zwei Vorstandsmitglieder vertreten den Verein gemeinsam.

(3) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Einladung die Mehrheit des Vorstandes anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Die Vorstandssitzungen sind mitgliederöffentlich.

(4) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt und bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Die Wiederwahl ist zulässig. Eine Abwahl durch die Mitgliederversammlung ist jederzeit auf Antrag möglich. Jedes Vorstandsmitglied wird einzeln gewählt. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, kann der Vorstand für die restliche Amtsdauer einen Nachfolger bestimmen, es sei denn, das ausscheidende Vorstandsmitglied besteht auf der Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Besteht das ausscheidende Vorstandsmitglied auf der Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, so wird auf dieser die weitere Zusammensetzung des Vorstandes durch Wahl festgelegt. Wird ein nachrückendes Vorstandsmitglied durch den Vorstand bestimmt, muss dieses auf der nächstfolgenden Mitgliederversammlung bestätigt werden.

(5) Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

(6) Der Vorstand kann für die Leitung der Geschäftsführung des Vereins eine Person durch Vertrag bestellen.

(7) Der Vorstand kann Arbeitsverträge abschließen.

(8) Eine Personalunion von Vorstands- und Redaktionsratsmitgliedern (§ 10) ist möglich und wird empfohlen.

§ 10 Der Redaktionsrat

(1) Der Redaktionsrat ist für die Funktionsfähigkeit, die kontinuierliche Pflege und die redaktionelle Betreuung der Website Digitales Stadtteilarchiv Linden-Limmer verantwortlich.

(2) Der Redaktionsrats ist der Mitgliederversammlung gegenüber rechenschaftspflichtig. Der Punkt „Bericht des Redaktionsrats zur Website“ ist in jede Tagesordnung einer Mitgliederversammlung aufzunehmen.

(3) Der Redaktionsrat sollte aus mindestens drei Mitgliedern bestehen. Alle Mitglieder im Redaktionsrat erhalten Administratorenrechte. Eine Personalunion von Vorstands- und Redaktionsratsmitgliedern ist möglich und wird empfohlen.

(4) Die Mitglieder des Redaktionsrats werden mit einfacher Mehrheit von der Mitgliederversammlung gewählt. Sie können jederzeit von einer Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit abberufen werden. Anträge auf Aufnahme in den Redaktionsrat bzw. auf Abberufung müssen fristgerecht mit der Einladung zur Mitgliederversammlung schriftlich gestellt werden.

(5) Entscheidungen werden im Redaktionsrat mit einfacher Mehrheit getroffen. Der Redaktionsrat kann sich eine Geschäftsordnung geben.

(6) Zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit der Website kann der Redaktionsrat in Absprache mit dem Vorstand professionelle Berater hinzuziehen.

(7) Der Redaktionsrat regelt die Rahmenbedingungen für das Einstellen von Dokumenten. Diese „Richtlinien zum Hochstellen von Dokumenten“  sind der Mitgliedschaft vorzulegen. Außerdem werden Handreichungen zum Eingeben von Dokumenten entwickelt und gegebenenfalls aktualisiert.

(9) Allen Mitgliedern wird, sofern sie das wollen, ein eigener Sammlungsbereich im Digitalen Stadtteilarchiv Linden-Limmer eingerichtet. Das Redaktionsteam schult die Mitglieder, damit diese das Digitalisieren und Hochstellen von eigenen Dokumenten möglichst selbst machen können.

(10) Darüber hinaus soll auch anderen Personen und Institutionen, die nicht Mitglied im Verein sind, die Möglichkeit eröffnet werden, Dokumente und Texte zur Stadtteilgeschichte Linden-Limmers in digitaler Form auf dieser Plattform zu veröffentlichen.

(11) Bei Verstößen gegen das Urheberrecht oder bei Nicht-Einhaltung der redaktionellen Vorgaben kann der Redaktionsrat eine Veröffentlichung stoppen. In Konfliktfällen entscheidet in letzter Instanz die Mitgliederversammlung.

§ 11 Auflösung des Vereins

(1) Mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder kann die Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins beschließen. Die beabsichtigte Auflösung muss aus der Tagesordnung hervorgehen.

(2) Bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für Heimatpflege und Heimatkunde im Sinne des § 52 der Abgabenordnung.

(Beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 24.8.2018)