Reiseführer: Woerl´s Illustrierter Führer durch die Kgl. Haupt- und Residenzstadt Hannover, 1913

Auszug, Abschnitt zu Linden

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Woerl, Leo (Hg.): Illustrierter Führer durch die Kgl. Haupt- und Residenzstadt Hannover und Umgebung mit Einschluss von Hildesheim und Umgebung, X. Auflage, Woerl´s Reisebücherverlag, Leipzig 1913

Bereits 1878 begann der Verleger Leo Woerl (1843-1918) mit der Herausgabe von Reisehandbüchern und Illustrierten Reiseführern, die immer wieder in neuen Auflagen angeboten wurden. 1913 erschien in Leipzig die 10. Auflage des Bändchens Illustrierter Führer durch die Kgl. Haupt- und Residenzstadt Hannover und Umgebung mit Einschluss von Hildesheim und Umgebung mit mehreren Karten.

Hier ist der kurze Abschnitt zu Linden, der „Schwesterstadt Hannovers“, wiedergegeben.

U.a. scheibt Woerl: „Linden ist eine Fabrikstadt mit zahlreichen Etablissements (ungefähr 40 Fabriken, darunter die große Egestorffsche und Körtingsche Maschinenfabrik, die große Hannoversche Baumwollspinnerei und Weberei und die Mechanische Weberei)“.  

Zum Neuen Rathaus am Lindener Marktplatz schreibt der Autor: „… ein Backsteinbau mit Staffelgiebeln und Dachreiter; es ist 1897 - 99 von dem Architekten Emil Seydel im Stile der mittelalterlichen Bauten errichtet worden und hat einen schönen Sitzungssaal und große Vorhallen. Im Ratskeller gutes Restaurant.“ Auf dem Foto vom Neuen Lindener Rathaus von Karl F. Wunder aus Hannover ist gerade Markttag, man sieht die überdachten Verkaufsstände.

Erwähnenswert erscheint dem Autor auch das alte Rathaus, der Nachtwächterbrunnen, die neue Post von 1898, die Martinskirche , das Schloss im Park des Grafen von Alten, der Lindener Berg mit seinem Wasser-Hochreservoir, das stadthannoversche Krankenhaus, die Gastwirtschaft „Schwarzer Bär“ und die Kirche in Limmer.

An Schulen werden ein Humangymnasium, ein Reformrealgymnasium (Humboldtschule), ein Lyzeum, eine Mittelschule für Knaben und Mädchen und eine neue höhere Mädchenschule in der Badenstedter Straße aufgezählt.

(DF/WE)

 

Urheber: Woerl, Leo (Hg.)
Sammlung: Engel / Franke
Zeitliche Einordnung: 1913