Adressbuchauszug: Krankenhäuser in Linden, 1926

aus: Adressbuch Hannover 1926

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Auszüge aus dem Adressbuch Hannover 1926, Abteilung V., 10. Sanitätswesen / Hospitäler und Kliniken, S. 50/51

In Linden gab es Mitte der 1920er Jahre drei Krankenhäuser: das Stadt-Hannoversche Krankenhaus II in der Ricklinger Straße 1 (spätere Hautklinik Ricklinger Str. 5), das ebenfalls städtische Siloah in der Petristraße 15 und das St.-Josefstift [1] in der Bennostraße 4. Zusätzlich verfügte das St.-Godehardistift im Allerweg 3, 5 und 7 über eine Station für ambulante Krankenpflege.

In den städtischen Einrichtung gab es derzeit ein Dreiklassen-System mit gestaffelten medizinischen Leistungen und Kosten sowie unterschiedlichen Besuchszeiten. Die älteste Einrichtung war das am 28.12.1833 eröffnete Städtische Krankenhaus II. Zur Ausstattung kann man Folgendes erfahren: „Im Garten stehen drei  Baracken mit etwa 50 Betten. Küche und Wäscherei werden mit Dampf betrieben. Im Hause sind Wasserleitung, Wasserklosetts, russisches Dampfbad, Gasbeleuchtung und elektrisches Licht. Ein Wirtschaftsgebäude, Kessel- und Maschinenhaus sind an das Haupthaus angeschlossen. Das Leichenhaus befindet sich im Garten.“   

Das Krankenhaus Siloah befand sich seit dem 1. April 1913 in städtischer Verwaltung. Hervorgegangen war es aus der Klinik der Stadt Linden in der Falkenstraße 10. Der Umzug in die Petristraße erfolgte 1909.

Das katholische St.-Josefstift in Linden-Nord wurde kurz nach dem Bau der katholischen St.-Bennokirche zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Auch die ältere katholische Gemeinde in Linden, St. Godehardi, engagierte sich mit dem Godehardistift (nicht zu verwechseln mit der 1977 gegründeten Altenpflegeeinrichtung) in der Krankenpflege mit einer Ambulanz im Allerweg. Die Pflege war unentgeltlich, zur Unterhaltung war man auf freiwillige Beiträge und milde Gaben angewiesen.

(WE)

Urheber:
Lizenz: CC0
Sammlung: Engel / Franke
Zeitliche Einordnung: 1926
Ort: Petristraße 15 ; Ricklinger Straße 1 ; Allerweg 3 ; Bennostraße 4